DIE ZUKUNFT!

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    Liebe Spieler,

    wir haben auf eine neue Forenversion geupgradet und im Zuge dessen auch die Foren konsolidiert, so dass wir nun ein internationales Elsword Forum haben, welches Ihr hier finden könnt.

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    Euer Elsword Team

    • S = K log(W) schrieb:

      Oder habe ich missverstanden?
      Nicht wirklich. Ich vermute mal, dir dürfte der Kontext fehlen, weil wir hier von einem fiktiven Werk und nicht realer Politik reden, aber da es sich um eine Geschichte handelt, die 20 Minuten in der Zukunft spielt, in der der politische Diskurs dem heutigen ähnelt, fast sogar gleicht, und die technnologischen Errungenschaften, die das Zentrum des Problems bilden, vorstellbar sind, ist das kein zu großer Nachteil.

      Zur Vollständigkeit schildere ich aber dennoch das Setting. Wir befinden uns – wie bereits gesagt – 20 Minuten in der Zukunft und Menschen haben humanoide Maschinen, die mit künstlicher Intelligenz ausgestattet sind, entwickelt, um diverse Arbeiten für sie zu verrichten. Besagte Intelligenz war zunächst noch nicht ausgeprägt genug, um selbst Entscheidungen zu treffen, weshalb die Gesellschaft sohingehend entwickelt hat, dass diese Maschinen als Objekte angesehen werden, deren Besitzer – im Normalfall menschliche Individuen – ihnen jeden Befehl erteilen können, sie umgekehrt aber auch die Verantwortung für alle Aktionen, die besagte Maschine begeht, tragen. Im Rahmen einer ansonsten kapitalistischen Gesellschaft bildet sich so eine (weitere) Form moderner Sklaverei.
      Wie es auch nicht anders zu erwarten war, forschte die Menschheit natürlich weiter, bis sie Maschinen entwickelten, die sie selbst nicht mehr verstanden. Diese Forschung manifestierte sich in 5 Einheiten, die nebenbei mit äußert tödlichen Waffen und Fähigkeiten ausgerüstet sind. Da für sie aber dieselben Regeln wie für alle anderen gelten, führt dies zu Situationen, in denen individuelle Menschen einerseits im Besitz von Objekten sind, die unter falschem Einsatz immens große Zerstörung anrichten können, sie andererseits gezwungen sind, Entscheidungen für Maschinen zu treffen, die ihre eigenen Entscheidungen treffen können. Ein Problem, das recht früh beleuchtet wurde ist das, wie die "Besitzer" selbst von der Maschine manipuliert werden können, sodass sie Befehle mit möglicherweise verheerenden Auswirkungen erteilen, während nicht die Maschine, sondern der Mensch Verantwortung für besagte Zerstörung übernehmen muss.
      In der zweiten Hälfte wird die unausweichliche Conclusio, dass die Gesellschaft angesichts der Tatsache, dass Maschinen nun denken können, restrukturiert werden muss. Hierbei postuliert die Geschichte, dass besagte Maschinen die Zukunft entscheiden sollen, was zwar im Rahmen der Geschichte Sinn ergibt, sonst aber eher realitätsfern ist. Problem dabei ist nur, dass zwei von fünf überhaupt nicht interessiert an der Gesellschaft an sich sind und sich nur um sich selbst kümmern, eine weitere aus welchem Grund auch immer gewählt hat, buchstäblich Werkzeug der Bourgeoisie zu sein, eine der Meinung ist, dass das Wort Zukunft für sie als Objekt keine Bedeutung hat und die letzte, sowie die Option die dem Zuschauer als "die Richtige" präsentiert wird, ein unbekanntes Motiv hat und sich ihre sonstige Relevanz für die Geschichte nur wegen dem romantischen Subplot ergab.

      Das ist Beatless.
    • Das ist allerdings nur die zweite Regel und in der ist vorausgesetzt, dass sie sich nicht mit Regel 1, dass Roboter Menschen weder durch Aktion noch durch Inaktion schaden dürfen. Das Problem ist nur, dass Regeln 1 und 3 in Beatless weder genannt noch enforciert werden. Regel 1 ergibt sich höchstens als Nebenergebnis dessen, dass der Besitzer der Maschine die Verantwortung für ihre Aktionen trägt und daher vermeiden wird, Morde zu befehlen, das hindert die Maschine aber nicht daran, sie dennoch durchzuführen. Regel 2 ergibt sich nur insofern als dass die Maschinen teilweise programmiert, teilweise konditioniert wurden, Befehlen zu folgen, und der Selbsterhaltungstrieb ist eher der, den eine künstliche Intelligenz auf natürlichem Wege entwickeln würde, um irgendein Ziel, dass sie sich gesetzt hat, zu erreichen.
    • Ich verstehe deine Kritik. Die Mainstreamisierung hat dazu geführt, dass die meisten Studios einfach nur nach Rezept vorgehen, und auch so weist die Behandlung einiger/vieler(?) Themen auf rückständiges Gedankengut hin. Ich bin was Beatless betrifft selbst zwiegespalten. Der Anime wirft einige philosophische Fragen auf, aber die Antworten, die er bietet, sind weniger als zufriedenstellend.

      @Atori why?
    • Re:Creators ist ein Anime, in welchem Charaktere aus verschiedenen fiktiven Welten in die echte Welt dringen und dort einen Krieg führen, der diese in Gefahr bringt. Die Parteien, die diesen Krieg führen, lassen sich grob zusammenfassen in eine Fraktion, die mit dem Zustand der Dinge in der echten Welt aus verschiedenen Gründen unzufrieden sind und sie daher in den Ruin stürzen wollen und einer anderen, die den Status Quo toll findet und beschützen will.
      Entertainment? Top
      Philosophie? Meh
      Politik? Bourgie-Trash